Aktuell - Aktuell - Aktuell

Bonner Filmfair 2017 geht an den Start

"Keine Entwicklung hat in den letzten Jahren das Leben von Menschen auf der Welt so grundlegend verändert wie die beschleunigte Globalisierung – ob es sich dabei um nationale Politikgestaltung, um soziale Stabilität und gesellschaftlichen Zusammenhalt, um wirtschaftliche Einflussnahme, kulturelle Eigenständigkeiten oder um die Schwächung der Demokratie handelt. Wir hoffen, dass wir mit Hilfe der von uns ausgewählten 10 Dokumentar- und Spielfilme und zusammen mit den ExpertInnen sowie dem Publikum eine positive Diskussion um diese Themen führen werden können," so Albrecht W. Hoffmann, Koordinator der Bonner Filmfair.

Die 5. Bonner Filmfair geht vom 17. September bis 15. Oktober im WOKI.

Dafür wurde nicht nur die Webseite aktualisiert, sondern auch der Facebook-Auftritt bekam eine Überarbeitung. Verantwortlich dafür ist Tanja Rerich. Wer Nachrichten an sie schicken oder Informationen von ihr bekommen will, erreicht sie unter eMail: tanja-rerich(at)web.de. Siehe auch: www.facebook.com/bonnerfilmfair.

Zum Organisationsteam gehören wie in den vergangenen Jahren auch Gunther Riebel, Partnerschaftsverein Bonn – La Paz, Britta Amorin, Agenda-Büro der Stadt Bonn als Mitglied der Steuerungsgruppe Fair Trade Town Bonn, Ann-Kathrin Voge, Weltladen Bonn, und Julia Krojer, Oikocredit Westdeutscher Förderkreis. Verstärkt werden sie durch die Projektassistenz von Vanessa Püllen, Femnet e.V. Sie ist zudem Referentin Globales Lernen für unser diesjähriges Schulangebot.
Die Bonner Filmfair erreichen Sie unter www.filmfair.de, Anschrift an eMail: info(at)filmfair.de.

Aktueller Newsletter des Regionalpromotors Eine Welt erschienen

Der Regionalpromotor Eine Welt für Bonn, Rhein-Sieg und Kreis Euskirchen hat den neuen Newsletter, 8-seitig, mit Terminen, Links und Hinweisen veröffentlicht.

Newsletter 2

Zukunft gestalten! Die globalen Entwicklungsziele im Fokus

So heißt die Vorführung von 6 Dokumentarfilmen im Woki, die exemplarisch die Globalen Nachhaltigkeitsziele (SDGs) beleuchten. Gefördert von der Stadt Bonn, veranstaltet von Amnesty International und in Koopoeration mit der Bonner Filmfair. Vom 10. November 2016 bis zum 16. Februar 2017. Der Beginn ist jeweils 19:30 Uhr.

  • Donnerstag, 10.11.2016: Gestrandet
    Das Aufeinanderprallen von Welten ist das inhaltliche sowie visuelle Motiv von „Gestrandet", einem Dokumentarfilm, der die Konfrontation Geflüchteter mit dem deutschen Alltagsleben in den Fokus rückt. Die Regisseurin Lisei Caspers hat eine Gruppe von eritreischen Flüchtlingen über einen Zeitraum von etwa zwei Jahren begleitet und dokumentiert deren Leben in dem kleinen Dorf Strackholt in Ostfriesland.
    Deutschland, 2016, 87 Minuten
  • Donnerstag, 24.11.2016: Die Hüter der Tundra
    In die Welt der Samen begibt sich der Dokumentarfilmer René Harder. Er lebt einige Monate mit den BewohnerInnen von Krasnoschtschelje und entwickelt einen eindrucksvollen Dokumentarfilm. Im Mittelpunkt steht eine Familie, die um das Überleben ihres Heimatortes kämpft, denn die schwierigen äußeren Bedingungen lassen die Lebenserwartung sinken, die Versorgung ist schlecht, die Lage ernst. In der Regionalhauptstadt Murmansk gelingt es Vertretern des unabhängigen samischen Parlaments, ihre Flagge vor dem Parlament zu hissen und ihren Kampf in das Bewusstsein der Öffentlichkeit zu tragen.
    Deutschland, 2015, 76 Minuten
  • Dienstag, 6.12.2016: Democracy – im Rausch der Daten
    Mit diesem Dokumentarfilm eröffnet David Bernet (auch Raising-Resistance-Regisseur) einen erstaunlichen Einblick in den Gesetzgebungsprozess auf EU-Ebene. Eine fesselnde Geschichte über eine Handvoll Politiker, die versucht, die Gesellschaft in der digitalen Welt vor den Gefahren von Big Data und Massenüberwachung zu schützen. Im Verlauf der zweijährigen Verhandlungen zwischen dem Europäischen Parlament und dem EU-Ministerrat prallen nicht nur verschiedene politische und juristische Ansichten aufeinander, sondern auch die Interessen von Wirtschaftslobbyisten und Bürgerrechtlern. VertreterInnen aller beteiligten und interessierten Gruppen kommen im diesem Film zu Wort.
    Deutschland, 2015, 100 Minuten

  • Donnerstag, 19.01.2017: Süßes Gift
    Entwicklungshilfe macht abhängig und lethargisch, so die Kernaussage von Peter Heller. Sie zerstört jede Motivation, sich selbst anzustrengen, denn man bekommt sie gratis und ganz ohne Mühe. Zugleich ist sie ein Geschäft, dessen Profite vor allem westliche Unternehmen einstreichen – die Armen aber, die Hilfe am dringendsten bräuchten, gehen leer aus. Der Dokumentarfilm zeigt das Versagen der Helfer anhand von drei Beispielen aus Kenia, Mali und Tansania und begründet damit, warum nach 50 Jahren und 1.000 Milliarden US-Dollar Hilfsgeldern Afrika keinen Entwicklungsschub gemacht hat.
    Deutschland, 2012, 92 Minuten
  • Donnerstag, 2.02.2017: Fair Food
    Das Interesse für Lebensmittel ist größer als je zuvor. Das Interesse für die Menschen jedoch, die diese herstellen oder ernten, ist kaum vorhanden. Der Dokumentarfilm von Eric Schosser (auch Food Inc.) und der Schauspielerin Eva Longoria zeigt den Kampf von Arbeitern in der Landwirtschaft um bessere Arbeitsbedingungen. Er ruft zum Handeln auf, um Missbrauch in den Zulieferketten zu beseitigen. Der Film vermittelt Hoffnung und Zuversicht auf ein würdiges Leben und auf eine humane, transparente Lebensmittelkette.
    USA, 2015, 83 Minuten
  • Donnerstag, 16.02.2017: Private Revolutions
    Die Dokumentarfilmerin Alexandra Schneider zeigt vier Ägypterinnen, die sich für eine bessere Welt engagieren:  Amani zum Beispiel setzt sich mit einer eigenen Radiostation und einem Verlag für mehr Frauenrechte ein; Fatema ist hin und hergerissen zwischen ihrer politischer Karriere bei den Muslimbrüdern und ihren Verpflichtungen als Mutter und Ehefrau; May beendet ihre Karriere als Bankerin und baut im Süden Ägyptens ein Entwicklungsprojekt  auf; Sharbat widersetzt sich ihrem Mann und demonstriert gemeinsam mit ihren Kindern in den Straßen Kairos. Mit ihrem Engagement stoßen die vier Frauen an die Grenzen einer männerdominierten Welt, aber sie lassen sich nicht unterkriegen. Die Film zeigt, dass das Private auch politisch, das Selbstverständliche eher die Ausnahme und das eigene Frauenbild Motivation für gesellschaftliches Handeln ist.
    Deutschland, 2015, 98 Minuten

Gestartet wird jeweils mit einer thematischen Einführung, und im Anschluss gibt es die Möglichkeit zur Diskussion mit interessanten Gästen.

Erfolgreiches Ende der Filmfair 2016

Der Kinosaal war bis auf den letzten Platz gefüllt. „Demain / Tomorrow – Die Welt ist voller Lösungen" erwies sich am Sonntagabend, den 23.10., als Publikumsmagnet. Ein Film, der in Kooperation mit dem Bonner Institut Français gezeigt wurde und der viele Ansätze für die nachhaltige Lösung gegenwärtiger Herausforderungen im Alltag von Menschen darstellt: Klimawandel und Energiesparen, regionale Währung, Versorgung mit regionalen und lokalen Lebensmitteln, usw.

„Wir wollen zeigen, dass alles miteinander verbunden ist", so der Dokumentarfilmer Cyril Dion. „Dass es nicht möglich ist, die Probleme separat zu behandeln. Die westliche Landwirtschaft beispielsweise ist komplett vom Öl abhängig. Ändert man das Landwirtschaftsmodell, ändert sich zugleich auch das Energiemodell."

Etliche BesucherInnen meinten, der Film mache gute Stimmung, gebe Hoffnung und müsse unbedingt noch einmal gezeigt werden. Gerade auch für die, die an dem Abend keinen Platz mehr im Kinosaal fanden. Beim anschließenden Sekt, Saft und Wasser freuten sich schon etliche auf die Filmfair 2017.
53 von 55 Befragten (96,3 %), die den qualitativen Fragebogen im Anschluss von drei Kinoabenden ausgefüllt hatten, wünschen sich ebenfalls eine Fortführung der Bonner Filmfair im kommenden Jahr!

Wir vom Organisationsteam danken allen herzlich, die die Filmfair 2016 möglich gemacht haben: WOKI, unsere Partner und Medienpartner, die Mittelgeber Bundesministerium für Wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung, Engagement Global gGmbH, die Stiftung Umwelt und Entwicklung, die Stadt Bonn und Oikocredit Westdeutscher Förderkreis als Hauptsponsor sowie die ausgezeichneten ExpertInnen und ModeratorInnen.

Ihnen allen herzlichen Dank!